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Ökostrom

Was ist Ökostrom?

Jeder 5. Haushalt bezieht mittlerweile Ökostrom. Aber wie funktioniert das? Ist der Strom aus der Steckdose nicht immer derselbe?

Wie Grün ist der Ökostrom?

Wie Grün ist der Ökostrom?

Technisch gesehen speisen alle Stromerzeuger, egal welcher Art, ihren Strom in dasselbe Stromnetz. Man kann daher schlecht sagen man bekommt nun nur Ökostrom aus seiner Steckdose. Was aber ein Ökostromtarif garantiert ist, dass der Versorger nachweislich Strom aus regenerativen Quellen gekauft hat. Das geschieht über Zertifikate. Ein Stromerzeuger kann, wenn er z. B. Wasserkraft-, Solar- oder Windkraftanlagen betreibt ein Zertifikat für den erzeugten Strom ausstellen. Ein Versorger kann diese Zertifikate kaufen und Ökostrom anbieten. Wurde der Strom verkauft werden die Zertifikate beim Bundesumweltamt entwertet, damit sie nicht doppelt verkauft werden können.

In Deutschland wird mittlerweile etwa ein Drittel des Stromverbrauchs bereits aus erneuerbaren Energien gedeckt. Strom der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wurde darf allerdings nicht als Ökostrom verkauft werden. Um den Bedarf an Ökostrom zu decken, muss der Strom daher aus anderen Ländern wie Norwegen, die viel Strom aus Wasserkraft produzieren,  quasi importiert werden. Umgekehrt ist aber auch in den normalen Stromtarifen ein gewisser Teil aus erneuerbaren Quellen enthalten.

Es wird beim Ökostrom zwischen „guten“ und „schlechten“ Ökotarifen unterschieden. Schlechte Tarife nehmen einfach den vorhanden Ökostrom und vermarkten ihn. Gute Tarife hingegen haben eine Ausbauwirkung, das heißt ein Teil des Gewinns wird in den Ausbau von Ökostrom Anlagen reinvestiert. So sorgt die Nachfrage an Ökostrom langfristig über die staatliche Förderung hinaus für einen verstärkten Ausbau umweltfreundlichen Energieerzeuger und kann dann den konventionell erzeugten Strom verdrängen. Ökostromtarife sind preislich mit den Herkömmlichen vergleichbar.

Wie grün ein Ökostromtarif ist, sprich, ob er gut oder schlecht ist, lässt sich an bestimmten Zertifikaten erkennen. Um nur ein paar zu nennen: OK-Power-Label, TÜV-Zertifikate, grüner Strom Label (GSL), RECS-Zertifikate. Wer genaueres wissen möchte, kann sich z. B. bei Test.de – Ökostrom: Alles Öko oder was? weiterführend informieren.

Der beste Tipp ist aber immer noch: Strom sparen. Und den Rest mit einem guten Ökotarif decken.