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Nachhaltigkeit

Nachhaltig Einrichten und Wohnen

Nachhaltiges Einrichten und Wohnen gewinnt zunehmend an Bedeutung und Aufmerksamkeit. Aber warum sollte man nachhaltig, sprich Umwelt- und Gesundheitsbewusst einrichten?

Erstmal sollte man sich klarmachen, welche Aspekte das nachhaltige Einrichten und gestalten der Wohnräume beibehaltet. Das sind gesundheitliche, ökologische, soziale, wirtschaftliche und natürlich auch ästhetische Faktoren. Diese betreffen die Wohnräume selbst und deren Gestaltung, z.B. Putz, Wandfarbe oder Tapete, Bodenbeläge aber auch die Einrichtung selbst, wie Möbel, Accessoires und Wohntextilien.

Schadstoffarme Wohnräume schaffen

Wir verbringen viel Zeit drinnen, deswegen ist es besonders Wichtig eine schadstoffarme Wohnumgebung zu schaffen. Gesundheit und Wohlbefinden hängen stark von der Innenraumluft ab. 

Unangenehme Gerüche können störend sein und auf eine Schadstoffquelle hinweisen. Aber es gibt auch schädliche Substanzen, die man nicht riechen kann. Schadstoffe die aus den Wänden, Möbeln oder Bodenbelägen aus dünsten, tragen wesentlich zur Schadstoffbelastung der Innenraumluft bei. Sie können die Ursache für Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Augenreizung, Hautreaktionen, Kopfschmerzen und Schleimhautreizungen sein und sogar Bronchitis und Astma fördern. 

Liegen Gründe vor zu vermuten, dass die Wohnräume Schadstoffbelastet sind, ist es ratsam Symptome mit einem Arzt zu klären. Klarheit kann auch eine Schadstoffmessung der Raumluft bringen, die entsprechenden Fachleute können dann helfen die genau Ursache ausfindig zu machen.

Klimafreundlich und fair einrichten

Dem Nachhaltigkeitsgedanken entsprechend, sollte die Einrichtung auch Klimafreundlich und fair produziert worden sein. Billigmöbel werden meist zu ausbeuterischen Bedingungen in Osteuropa hergestellt, wo Arbeiter nur einen Hungerlohn bekommen. 

Das Holz kommt oft aus borealen Wäldern, ein Waldgebiet, dass sich quer durch Nordeuropa bis Sibirien zieht. In Nordrussland werden für unserer billig Möbel Bäume gefällt die 90 bis 120 Jahre alt sind. Mittelfristig ist das ein riesiger Umweltschaden wenn die nördlichen Urwälder weiter schrumpfen. Selbst wenn Möbel aus Nadelholz verkauft werden, kann es sein, dass das Holz aus den Subtropen stammt, das viel zu schade ist für billige Möbel. 

Schöne und langfristig Einrichten

Aber es sollte nicht nur ein gesundes und umweltschonendes, sondern auch ein schönes, Wohnen sein, denn man muss sich natürlich auch Wohlfühlen. Dabei sollte man vorausschauend planen und denken und nicht jedem Trend folgen. Dinge und Gestaltung die lange halten, sparen auch langfristig Kosten und schonen die Umwelt. Gute Möbel sind fürs Leben.

Nachhaltige und emissionsarme Einrichtung

Eine nachhaltige Einrichtung soll schön, umweltfreundlich, sozial gerecht produziert und gesund sein. Allerdings gibt es nicht immer 100 Prozent schadstofffreie Produkte. Es ist deshalb umso wichtiger auf Emissionsarme Einrichtungsgegenstände zu achten. Denn nur eine Emissionsarme Einrichtung ermöglicht eine gesunde Innenraumluft.

Neben den Schadstoff aus künstlicher Herstellung gibt es Schadstoffe aus natürlichem Ursprung z.B. Terpene aus Holz (der natürliche Holzgeruch). Ein starker, aber natürlicher, Holzgeruch, wie er bei Rohholz-Möbeln auftreten kann, kann bei manchen Menschen bereits Kopfschmerzen und Unwohlsein verursachen. 

Beim Betrachten der Schadstoffe spricht man meist von Formaldeyd (was auch natürlich vorkommt) und den "Flüchtigen organischen Verbindungen" (VOC Volatile Organic Compound ). Dies sind Stoffe, die häufig aus Holzwerkstoffen, Klebern, Lackierungen und anderen Beschichtungen ausdünsten, wie Lösemittel, Terpene und höhere Aldehyde.

Diese organischen Verbindungen sind in geringen Mengen nicht nachweislich Gesundheitsgefährdend, können aber in der Summe durchaus belästigend sein und in höheren Mengen auch die Gesundheit beeinträchtigen.

Man sollte bereits bei der Anschaffung auf Emissionsarme Möbel achten, da auch regelmäßiges Lüften die Schadstoffbelastung der Wohnräume nicht beheben kann.