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Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Wohnen

Nachhaltiges Wohnen und Einrichten gewinnt zunehmend an Bedeutung und Aufmerksamkeit. Aber warum sollte man nachhaltig, sprich umwelt- und gesundheitsbewusst einrichten?

Beim nachhaltigen Einrichten und Gestalten der Wohnräume berücksichtigt man fünf Aspekte. Das sind gesundheitliche, ökologische, soziale, wirtschaftliche und natürlich auch ästhetische Faktoren. Diese betreffen die Renovierung, z.B. Putz, Wandfarbe oder Tapete, Bodenbeläge, und die Einrichtung, wie Möbel, Accessoires und Wohntextilien.

Nachhaltiges Wohnen ist gut für Mensch und Natur

Nachhaltiges Wohnen ist gut für Mensch und Natur

Schadstoffarme Wohnräume schaffen

Wir verbringen viel Zeit in Innenräumen, deswegen ist es besonders wichtig eine schadstoffarme Wohnumgebung zu schaffen. Denn Gesundheit und Wohlbefinden hängen stark von der Innenraumluftqualität ab. 

Unangenehme Gerüche können störend sein und auf eine Schadstoffquelle hinweisen. Aber es gibt auch schädliche Substanzen, die man nicht riechen kann. Schadstoffe die aus den Wänden, Möbeln oder Bodenbelägen ausdünsten, tragen wesentlich zur Schadstoffbelastung der Innenraumluft bei. Sie können die Ursache für Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Augenreizung, Hautreaktionen, Kopfschmerzen und Schleimhautreizungen sein und sogar Bronchitis und Asthma fördern. 

Liegen Gründe vor, zu vermuten, dass die Wohnräume schadstoffbelastet sind, ist es ratsam die Symptome mit einem Arzt zu klären. Klarheit kann auch eine Schadstoffmessung der Raumluft bringen, die entsprechenden Fachleute können dann helfen die genaue Ursache ausfindig zu machen.

Nachhaltig renovieren

Bereits beim Renovieren der Wohnräume sollte man auf umwelt- und gesundheitsfreundliche Wand- und Bodengestaltung achten. Es gibt eine Reihe von unbedenklichen Putzen und Naturwandfarben und nachhaltige Bodenbeläge. Höhere Anschaffungskosten können sich langfristig durch die Haltbarkeit auszahlen. Auch beim Design gilt es möglichst langfristig zu denken und statt auf Trends eher auf zeitlose Gestaltung zu setzten.

Beim Kauf von neuen Möbeln sollte auf eine faire und umweltfreundliche Produktion geachtet werden

Beim Kauf von neuen Möbeln sollte auf eine faire und umweltfreundliche Produktion geachtet werden

Klimafreundlich und fair einrichten

Dem Nachhaltigkeitsgedanken entsprechend, sollte die Einrichtung klimafreundlich und fair produziert worden sein. Billigmöbel werden meist zu ausbeuterischen Bedingungen in Osteuropa hergestellt, bei der die Arbeiter nur einen Hungerlohn bekommen. 

Das Holz kommt oft aus borealen Wäldern, die ist ein Waldgebiet, dass sich quer durch Nordeuropa bis Sibirien zieht. In Nordrussland werden für unsere billigen Möbel Bäume gefällt, die 90 bis 120 Jahre alt sind. Mittelfristig ist es ein riesiger Umweltschaden wenn die nördlichen Urwälder weiter schrumpfen. Selbst wenn Möbel als Nadelholz deklariert verkauft werden, kann es sein, dass das Holz aus den Subtropen stammt. Diese Edelhölzer sind viel zu schade für kurzlebige billige Möbel. 

Eine nachhaltige Einrichtung sollte so geplant sein, dass man sich möglichst lange damit wohlfühlt

Eine nachhaltige Einrichtung sollte so geplant sein, dass man sich möglichst lange damit wohlfühlt

Schön und langfristig Einrichten

Aber es sollte nicht nur ein gesundes und umweltschonendes, sondern auch ein schönes, Wohnen sein, denn man muss sich natürlich auch wohlfühlen. Dabei sollte man vorausschauend planen und denken und nicht jedem Trend folgen. Dinge und Gestaltungsideen die lange halten, sparen auch langfristig Kosten und schonen die Umwelt. Nach dem Motto: Gute Möbel sind fürs Leben.

Schadstoff- und emissionsarme Einrichtung ist wichtig für die Gesundheit

Schadstoff- und emissionsarme Einrichtung ist wichtig für die Gesundheit

Nachhaltige und emissionsarme Einrichtung

Eine nachhaltige Einrichtung soll schön, umweltfreundlich, sozial gerecht produziert und gesund sein. Allerdings gibt es nicht immer 100 Prozent schadstofffreie Produkte. Es ist deshalb umso wichtiger auf emissionsarme Einrichtungsgegenstände zu achten. Denn nur eine emissionsarme Einrichtung ermöglicht eine gesunde Innenraumluft.

Neben den Schadstoffen aus künstlicher Herstellung gibt es Schadstoffe natürlichen Ursprungs z.B. Terpene aus Holz (der natürliche Holzgeruch). Ein starker, aber natürlicher, Holzgeruch, wie er bei Rohholz-Möbeln auftreten kann, kann bei manchen Menschen bereits Kopfschmerzen und Unwohlsein verursachen. 

Beim Betrachten der Schadstoffe spricht man meist von Formaldeyd (was auch natürlich vorkommt) und den "Flüchtigen organischen Verbindungen" (VOC Volatile Organic Compound ). Dies sind Stoffe, die häufig aus Holzwerkstoffen, Klebern, Lackierungen und anderen Beschichtungen ausdünsten, wie Lösungsmitteln, Terpene und höhere Aldehyde.

Diese organischen Verbindungen sind in geringen Mengen nicht nachweislich gesundheitsgefährdend, können aber in der Summe durchaus belästigend sein und in höheren Mengen auch die Gesundheit beeinträchtigen.

Man sollte bereits bei der Anschaffung auf emissionsarme Möbel achten, da auch regelmäßiges Lüften die Schadstoffbelastung der Wohnräume nicht beheben kann.